Bericht

Das zweite Symposion von MINDING ANIMALS GERMANY, im Nachgang zur internationalen MINDING ANIMALS CONFERENCE III in Delhi, fand in München an der Hochschule für Philosophie statt. Die Referenten und Referentinnen waren angereist aus Wien, Zürich, Bern, Bielefeld, Leipzig, Würzburg, Berlin und Nürnberg. Abgedeckt wurden in den Vorträgen sowohl die Kognitions-, Rechts-, Literatur-, Geschichts-, Musik- und Filmwissenschaften als auch die Malerei und die Lyrik (siehe Programm). 


Zu Beginn der Tagung wurden die jüngsten Entwicklungen bei MINDING ANIMALS INTERNATIONAL und einige Besonderheiten der Konferenz in Delhi von der Repräsentantin vorgestellt. Die nächste internationale Konferenz wird voraussichtlich 2018 in Nordamerika stattfinden. Bis dahin sind regelmäßige Symposien seitens MINDING ANIMALS GERMANY geplant. Wir werden darüber auf der Startseite informieren.


Wie auch im letzten Jahr zeichnete sich dieses Treffen durch eine gelungene Mischung interdisziplinärer Einblicke und disziplinärer Schwerpunktsetzungen aus, sowie durch ein hohes Niveau der Beiträge und eine konstruktive Diskussionskultur. Neben der Vorstellung der Arbeit neuer Mitglieder––wie zur Repräsentation von tierlichen Interessen in rechtlichen Verfahren, zum bislang weitgehend ignorierten literarischen Genre der tierlichen Autobiographien (‚Autozoographien‘) oder zum changierenden Status von Tieren an den Fürstenhöfen der frühen Neuzeit––bot das Treffen die Gelegenheit, Projekte seit dem Treffen in Nürnberg im letzten Herbst in ihrer Entwicklung zu verfolgen––wie im Falle der Forschung zu kognitiven Fähigkeiten bei Schweinen oder zur filmischen Repräsentation von Haien––oder auch in einem Bereich eine weitere Facette kennenzulernen, wie etwa beim Vogelgesang; dort stand diesmal nicht die Zurichtung des tierlichen Gegenübers im Vordergrund, sondern die Frage nach der letztlich metaphysischen Konzeption des Vogels (in diesem Fall der Nachtigall) im Kontext ästhetischer Paradigmenwechsel bis in die jüngste Zeit.


Zu einem ganz neuen Projekt, das sich zwischen Wissenschaft und Politik um eine Lagesondierung in der Tierpolitik bemüht, konnten hier frühzeitig und ausführlich Fragen gestellt und Rückmeldung gegeben werden. Und auch mit Blick auf die Künste boten Werkschau einerseits und poetologische Erläuterungen andererseits die Möglichkeit, konkrete Kooperationsmöglichkeiten zu sondieren und aber auch Ansätze zur konzeptuellen Weiterentwicklung unter Einbeziehung der interdisziplinären Diskussionslage zu entwickeln. Insgesamt ist es ein Ziel von MINDING ANIMALS GERMANY, die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche der Mitglieder––Wissenschaft, Kunst, Aktivismus––zukünftig noch stärker aufeinander zu beziehen.


Nach dem öffentlichen Teil schloss das Symposium mit einer Planungsrunde für neue und alte Mitglieder. Bei Interesse an einer Mitgliedschaft melden Sie Sich bitte bei unserer Repräsentantin jessicaullrich@mindinganimals.de.



Hier erklären wir kurz die Ziele dieses Netzwerkes, und die Prinzipien mit denen wir diese zu erreichen gedenken. Tiefergehendes finden Sie unter Organisation.

Die Geschichte, Satzung und Organisationsstruktur des internationalen und deutschen Netzwerkes finden Sie hier, jeweils in deutscher und englischer Sprache.

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MAG2015